Wofür kann ich welches Hydrolat einsetzen?
Was sind Hydrolate?
Hydrolate – auch Blumen- oder Pflanzenwasser genannt – entstehen bei der Wasserdampfdestillation von Pflanzen als natürliches Nebenprodukt der ätherischen Ölgewinnung. Sie enthalten feinste Mengen ätherischer Öle sowie wasserdestillierbare Pflanzenstoffe und sind dadurch sanfter und hautverträglicher als ätherische Öle pur. Hydrolate können direkt auf die Haut aufgetragen, als Raumspray verwendet, inhaliert oder – bei geeigneten Sorten – auch in der Küche eingesetzt werden.
Wofür kannst du Hydrolate verwenden?
Gesichts- & Hautpflege – Als Gesichtswasser, Toner oder Erfrischungsspray. Ideal nach der Reinigung oder als Basis für Cremes.
Empfehlung: Rosenhydrolat, Rosengeranienhydrolat, Lavendelhydrolat, Kamillenhydrolat, Rosmarinhydrolat
Haarpflege & Kopfhaut – Als Leave-in-Spray, Kopfhautpflege oder Haarwasser für Glanz und Vitalität.
Empfehlung: Birkenhydrolat, Rosmarinhydrolat, Kamillenhydrolat
Therapeutisch & Hausapotheke – Für kleine Wunden, Insektenstiche, Halsschmerzen, Inhalation oder Kühlkompressen.
Empfehlung: Lavendelhydrolat, Kamillenhydrolat, Thymianhydrolat, Pfefferminzhydrolat, Oreganohydrolat
Entspannung & Schlaf – Als Kissenspray, Körperspray oder Raumduft für innere Ruhe und erholsamen Schlaf.
Empfehlung: Nardenhydrolat, Zirbenhydrolat, Lavendelhydrolat, Melissenhydrolat, Katzenminzenhydrolat
Körper, Muskeln & Kreislauf – Für schwere Beine, Muskelkater, Durchblutung und aktivierende Körperpflege.
Empfehlung: Wacholderhydrolat, Birkenhydrolat, Rosmarinhydrolat
Raumduft & Atmosphäre – Als sanftes Raumspray, Bügelwasser oder Erfrischung für Textilien.
Empfehlung: Zirbenhydrolat, Rosenhydrolat, Lavendelhydrolat
Küche & Genuss – Zum Aromatisieren von Desserts, Gebäck, Getränken und orientalischen Speisen.
Empfehlung: Rosenhydrolat (Rosenwasser), Pfefferminzhydrolat, Lavendelhydrolat
Emotionale Balance & Aromapflege – Für Stimmungsausgleich, Stressreduktion und emotionale Unterstützung.
Empfehlung: Rosenhydrolat, Rosengeranienhydrolat, Nardenhydrolat, Melissenhydrolat
Unsere Hydrolate im Überblick
Rosenhydrolat (Damaszener Rose) – Feuchtigkeitsspendend, tonisierend, hautberuhigend. Unterstützend bei Ekzemen, Dermatitis, Rosazea, Sonnenbrand und Intimpflege. Gekühlte Kompressen bei gereizten Augen. Aromatherapeutisch ein „HerztRöster“ bei Trauer, Liebeskummer und emotionalem Stress. → Zum Produkt
Lavendelhydrolat – Eines der vielseitigsten Hydrolate. Zur Reinigung von Wunden, Schürfungen, bei Insektenstichen, Sonnenbrand, Juckreiz und Narbenpflege. Unterstützt Schlaf, lindert innere Unruhe und Angstzustände. In der Aromapflege eines der wichtigsten Hydrolate für Babys und Kinder (Windeldermatitis, Einschlafprobleme). → Zum Produkt
Kamillenhydrolat – Stark entzündungshemmend, antibakteriell, wundheilend und juckreizstillend. Für alle Hauttypen, besonders für sensible, gereizte, zu Ekzemen oder Allergien neigende Haut. Als Gesichtswasser, After-Sun-Spray, Kompresse bei Sonnenbrand und Insektenstichen. Beruhigt juckende Kopfhaut und pflegt blondes Haar. In der Hausapotheke bei gereizten Augen, Zahnungsbeschwerden und entzündeter Kinderhaut. → Zum Produkt
Rosmarinhydrolat – Anregend, durchblutungsfördernd, tonisierend. Als Haarwasser bei schnell nachfettendem Haar und schuppiger Kopfhaut – fördert kräftigeres Haarwachstum. Als Gesichtstonikum für müde, großporige Haut. Bei Niedrigblutdruck, Erschöpfung und Konzentrationsschwierigkeiten. Einreibungen bei müden Muskeln und nach dem Sport. Inhalation bei verschleimten Atemwegen. → Zum Produkt
Rosengeranienhydrolat – Ausgleichend und talgregulierend. Bei hormonell bedingter Akne, PMS, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Ergänzend zur Unterstützung der Mikrozirkulation bei schweren Beinen. Psychisch ausgleichend bei Stress und Reizbarkeit. → Zum Produkt
Melissenhydrolat – Eines der wichtigsten Hydrolate bei Herpes (Lippe, Genitalbereich) und viralen Hauterkrankungen – als Kompresse oder Spray. Bei Unruhezuständen, Angst, Einschlafproblemen und nervös bedingten Verdauungsbeschwerden. Innerlich in der Naturheilkunde bei Reizdarm und leichter Übelkeit beschrieben. → Zum Produkt
Thymianhydrolat – Klassisch antiinfektiös. Als Gurgelwasser bei Halsschmerzen und Rachenentzündungen, Inhalation bei Bronchitis und Husten. Äußerlich bei entzündlicher Haut und kleinen infizierten Wunden. Vorsicht: nicht dauerhaft innerlich bei Kindern, Schwangeren oder bei Schilddrüsenproblemen. → Zum Produkt
Salbeihydrolat – Klärend, antibakteriell, schweißregulierend. Bei übermäßigem Schwitzen, Nachtschweiß und Hitzewallungen im Klimakterium. Als Mundspülung bei Zahnfleischentzündungen, Aphten und Mundgeruch. Äußerlich bei fettiger Problemhaut. Nicht während der Stillzeit anwenden. → Zum Produkt
Pfefferminzhydrolat – Kühlend, erfrischend, juckreizstillend. Gekühlte Kompressen bei Kopfschmerzen und Migräne (Stirn/Nacken), bei Fieber und Hitzewallungen. Innerlich (gut verdünnt) bei Blähungen, Reizmagen und Übelkeit. Als Mundwasser bei Mundgeruch und Zahnfleischproblemen. → Zum Produkt
Oreganohydrolat – Kräftiges antimikrobielles Hydrolat. Als Gurgelwasser bei bakteriellen Infekten im Rachenbereich, bei Fußpilz und Nagelbettentzündungen. In naturheilkundlichen Konzepten bei Darm-Dysbiose und Candida – nur kurzzeitig und fachlich begleitet. Stets gut verdünnt anwenden. → Zum Produkt
Katzenminzenhydrolat – Sanft beruhigend bei Stress, innerer Unruhe und Einschlafproblemen – auch für Kinder als Raumspray geeignet. Leicht insektenabweisend (Mücken). Traditionell auch zur Entspannung bei Katzen (Transport, Tierärztebesuch). → Zum Produkt
Zirbenhydrolat – Frischer, waldiger Duft. Als Inhalation, Raum- und Kissenspray bei Erkältung, Bronchitis und Sinusitis. Fördert erholsamen Schlaf und Stressreduktion. Keimreduzierend in belasteten Räumen. → Zum Produkt
Wacholderhydrolat – Anregend und durchblutungsfördernd. Begleitend bei Ödemen, rheumatischen Beschwerden und Gicht (Einreibungen, Badezusatz). Bei Cellulite, schweren Beinen und Muskelkater. Nicht bei Nierenproblemen oder längerfristig innerlich anwenden. → Zum Produkt
Birkenhydrolat – Entwässernd und durchblutungsfördernd. Bei rheumatischen Beschwerden, Arthrose und muskulären Verspannungen. Bei Cellulite, Lymphstau und Wasseransammlungen. Als Haarwasser bei fettiger, schuppiger Kopfhaut und Haarausfall-Neigung. → Zum Produkt
Nardenhydrolat – Stark erdendes Aromapflegeprodukt. In der Aromatherapie bei Angstzuständen, Panik und posttraumatischen Belastungsstörungen. Bei massiven Schlafstörungen, Grübelzwang und nervöser Erschöpfung. Als Kissenspray oder Körperspray vor dem Schlafen. → Zum Produkt
Artemisiahydrolat (Artemisia annua) – Antiinfektiös und pilzhemmend. Äußerlich bei pilzanfälliger Haut, Fußpilz und infizierten Wunden. In der Naturheilkunde ergänzend bei Verdauungsschwäche und Blähungen. Innerliche Anwendung nur sehr verdünnt und fachlich begleitet – kein Therapieersatz. → Zum Produkt
Häufige Fragen
Kann ich Hydrolate pur auf die Haut auftragen?
Ja – Hydrolate sind so sanft, dass sie in der Regel unverdünnt verwendet werden können. Bei sehr empfindlicher Haut empfiehlt sich ein kurzer Verträglichkeitstest an einer kleinen Stelle.
Wie lange sind Hydrolate haltbar?
Ungeöffnet in der Regel 1–2 Jahre. Nach dem Öffnen kühl und dunkel lagern und innerhalb von 6–12 Monaten verbrauchen.
Kann ich Hydrolate innerlich anwenden?
Einige Hydrolate wie Rosen- oder Pfefferminzhydrolat werden traditionell in der Küche verwendet. Für therapeutische innerliche Anwendungen bitte immer Rücksprache mit einer Fachperson halten.
Sind Hydrolate für Kinder geeignet?
Viele Hydrolate sind sanft genug für Kinder – z. B. Rosenhydrolat, Lavendelhydrolat oder Kamillenhydrolat. Intensive Hydrolate wie Thymian oder Oregano bitte bei Kleinkindern meiden.
Was ist der Unterschied zwischen Hydrolat und ätherischem Öl?
Ätherische Öle sind hochkonzentriert und müssen meist verdünnt werden. Hydrolate sind das wässrige Destillat – sanfter, direkt anwendbar und ideal für die tägliche Pflege.
⚠️ Sicherheitshinweise
Hydrolate sind deutlich milder als ätherische Öle, können aber Allergien auslösen – immer zunächst an kleiner Hautstelle testen. Innerliche Einnahme sowie Anwendungen bei Kindern, Schwangeren, Stillenden, chronisch Kranken oder bei Medikamenteneinnahme nur nach fachlicher Beratung. Hydrolate sind eine wertvolle Ergänzung der Hausapotheke, aber kein Ersatz für ärztliche Diagnostik oder notwendige Therapien.
